Bundesfinali Schulschach 2011
- Österreichische Meisterschaften U18 und U16
- 16. - 21. April 2011 in Wien
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Bericht
von Hubert Kammerhuber, Schulschachreferent
Mit gemischten Gefühlen durften unsere „älteren“ Jugendlichen den Reigen der Österreichischen Jugendmeisterschaften 2011 in Wien eröffnen. Die Begleitung von Trainer Mittermayr Gerhard hat sicherlich positiv dazu beigetragen, dass unser Team gut zusammengehalten hat, auch wenn es in manchen Runden nicht so gut wie erwünscht gelaufen ist.
U18
Florian MOSTBAUER/Union Ansfelden kann bezeugen, wie stark hier die Schachfreunde aus Kärnten aufgestellt waren, für sie stellte sich lediglich die Frage, wer schlussendlich ganz vorne liegen werde.
Schon in Runde 1 traf er auf den späteren Gesamtsieger Georg Halvax, dem in Wien eine beeindruckende Vorstellung gelang. In Runde 4 kam es zum „stillen-OÖ-Duell“: Die Partie David Schellmann - Florian Mostbauer endete Remis. Mit einem Sieg und 3 Remis erreichte Florian 2½ aus 7 und damit Rang 17. In diesem starken Starterfeld eine beachtliche Leistung. David belegte schließlich Rang 10.
U16
Große Hoffnungen setzten wir in dieser Gruppe auf unseren der Papierform nach stärksten OÖ-Teilnehmer, Daniel LY. Leider war er gesundheitlich aber nicht ganz auf der Höhe und so erwischte er einen miserablen Start: Nur ein halber Punkt aus den ersten 4 Runden, damit war der Zug natürlich ohne ihn abgefahren. Immerhin fing er sich im weiteren Turnierverlauf, und so erspielte Daniel schließlich doch 2½ Punkte aus 7. Mit Rang 17 wird er aber gewiss nicht zufrieden sein, und so wünschen wir ihm für das nächste Mal mehr Erfolg.
Christoph MAIER/SPG Sauwald ging mit bescheideneren Erwartungen in dieses Turnier, im direkten OÖ-Duell mit Daniel gelang ihm glücklich ein Sieg, das zweite OÖ-Duell gegen Maximilian endete nach scharfem Kampf in einem beiderseits verdienten Remis. Christoph erspielte sich mit 2½ aus 7 seinem Startplatz entsprechend Endrang 16.
Mit Maximilian MOSTBAUER/Union Ansfelden durften wir noch einen dritten OÖ-Spieler in dieser Gruppe starten lassen. Er zeigte auch recht ansprechendes Schach, haderte aber letztendlich etwas mit der ungewohnt knappen Bedenkzeit (90 min + 30 Sekunden Increment/Zug). So einigte er sich gelegentlich in noch aussichtsreichen Stellungen diplomatisch auf Waffenstillstand. Seine beiden OÖ-Duelle endeten, wie weitere 4 Partien Remis. Nur einmal musste er sich geschlagen geben. Mit 3 aus 7 erreichte er den beachtlichen Endrang 13!
Das Training unter Wettkampf-bedingungen für die U14 (Pfingsten in Altenmarkt/Salzburg) kann jedenfalls als gelungen bezeichnet werden. Der Gesamtsieg ging überraschend an den jungen Martin Christian Huber/Steiermark.
Mädchen U16
Andrea NAGY/ASK St. Valentin zeigte sich in Wien von einer ihrer besten Seiten und hielt tapfer mit den besten Mädchen ihrer Altersklasse mit. Ihr gelang es als einziger aus unserem Team, eine ELO-Performance zu erspielen, die deutlich über ihrer derzeitigen ELO-Zahl liegt. „Kompromisslos“ erreichte sie 3 Siege bei einem Remis und 3 Niederlagen. 3½ aus 7 (50%!) bedeuteten in dieser Altersklasse „unser“ bestes Resultat seit langem. Wir dürfen Andrea zu Endrang 5 gratulieren! Gewonnen hat Laura Hiebler/Steiermark.
Mädchen U18
Den Bericht über Angelika LODERBAUER/SV Gmunden habe ich mir bewusst für den Abschluss aufgehoben. Für sie war das Antreten in Wien die längste Zeit über vom „olympischen Dabeisein“ geprägt, denn mit ihrer ELO-Zahl war klar, dass nicht sehr viel zu holen sein würde, wiewohl sie sich vorbildlich von Runde zu Runde wieder „voll reingehängt“ hat. Und als es schon nach einer reinen Null ausgesehen hat - die „schwächeren“ Gegnerinnen waren schon alle verbraucht - wurde schließlich auch ihr Engagement doch noch belohnt. REMIS! Was haben wir uns gefreut! Ich hoffe, dass Angelika, wie sie betont hat, das Dabeisein bei so einer großen Veranstaltung genossen hat, ich habe jedenfalls nicht bereut, sie mitgenommen zu haben. Rang 10 bei der Österreichischen Meisterschaft 2011 waren ihr Lohn. Bundessiegerin wurde wieder einmal Annika Fröwis/Vorarlberg.
Also ich finde: unsere Jugendlichen haben toll gekämpft! Fehler dürfen vorkommen, wichtig ist die Haltung!
Tja Freunde: Müde kehrten wir aus Wien zurück in wunderschöne Ostertage. Herzlichen Dank allen Teilnehmern, unserem Trainer vor Ort, den Veranstaltern aus Wien und vom ÖSB, allen Trainern, Eltern, Freunden und Daumendrückern bei den Live-Übertragungen daheim. Und allen Jüngeren sei gesagt: das muss man erst einmal schaffen und vielleicht geht heuer noch mehr…
Liebe Grüße sendet euer Jugendreferent Wilfried Benedikt Kuran