Leserbrief von Erich Lichtl
- Antwort auf Leserbrief von Hrn. Walter Stadler, veröffentlicht im Schachsport 24/28
Lieber Walter,
als Mannschaftsmitglied des Vereins WSC Hertha möchte ich Dir gerne nocheinmal mein Bedauern für die Vorkommnisse am 6. März aussprechen, so wie ich es bereits damals getan habe. Ich kann Deine Frustration bezüglich des Nichtaufstiegs nachvollziehen.
Als einer von den fünf erschienenen Spielern möchte ich Dir jedoch versichern, dass es für keinen von uns eine besonders angenehme Situation dargestellt hat in Unterbesetzung zu erscheinen, es war auch sicherlich nicht geplant. Ein Blick auf auf unsere Vereinsliste müsste Dir zeigen, dass wir leider nur mehr sehr dünn gesät sind.
Den Grund für das Antreten in Unterbesetzung habe sowohl ich Dir, als auch Friedrich Brandstätter zu erklären versucht, letzterer als Du ihn keine 30 Sekunden nach Beendigung seiner Partie - so wie Du schreibst - "ganz freundlich" darauf angesprochen hast.
Die Aussage, dass Du unserem Verein, sollte er sich wirklich auflösen, "keine einzige Träne nachweinen" wirst halte ich persönlich für geschmacklos und sollte nicht jemanden als Urheber haben, der genau zu wissen glaubt was eine Unsportlichkeit darstellt und was nicht.
Zuletzt sticht noch die Tatsache ins Auge, dass Dein Verein in der letzten Runde verloren hat - ein 5:3 hätte dagegen den Aufstieg fixiert - kein unmögliches Resultat gegen den Tabellen-Achten, noch dazu als Aspirant für die 1. Landesliga, oder? Es beruhigt mich daher ein wenig, wenn ich sehe, dass nicht nur der WSC-Hertha oder Friedrich Brandstätter alleinig dafür verantwortlich sind, dass Deinem so wie Du schreibst "kleinen Verein die Arbeit eines ganzen Jahres zunichte gemacht" wurde.
Fürs nächste Jahr mehr Glück wünschend, BA Erich Lichtl